Georg Scheu beschreibt in der Süddeutschen Zeitung die Konkurrenz wischen der USA und China bei der KI-Entwicklung.
China ist nicht zu trauen
Der Autor gibt Donald Trump bei einer Aussage recht: Die USA können die Entwicklung ihrer leistungsfähigsten KI nicht bremsen und darauf vertrauen, dass China dasselbe tut. China wird sich nicht in ihrem technologischen Aufstieg bremsen lassen. Peking hat weder Anlass noch Interesse an einer Selbstbeschränkung: KI steckt hier längst in Fabriken, Schulen, Krankenhäusern und Behörden. Zwar reguliert China die KI, z.B. durch Kontrolle der politsischen Linie, aber nach außen führt die Regierung keine Diskussion.
Der Vorsprung der USA schwindet
Noch haben die USA bei der KI-Entwicklung einen Vorsprung. Ein einseitiges Moratorium wäre ein Geschenk an Peking, denn der Abstand schwindet. Allerdings zielt der Vorschlag der KI-Unternehmen nur auf gemeinsame Sicherheitsstandards – erst am Ende würde ein Entwicklungsstopp stehen. Außerdem verlangen die Unternehmen schärfere Chipkontrollen, also kein Geschenk an China.
China will beim Thema KI-Sicherheit mitbestimmen.
Die USA und China haben sich auf einen Kommunikationskanal für Zwischenfälle mit der KI vereinbart. China möchte bei der KI-Sicherheit mitreden. Für den Autor ist deshalb die größte GEfahrt nicht, dass Amerika bremst und China nicht. „Vielmehr liegt sie darin, dass Washington sich hinter China versteckt, um über Regeln gar nicht erst reden zu müssen.“