Führende KI-Unternehmen forderten eine Regulierung. Sie warnten, dass ihre eigenen Systeme unkontrollierbar und die Kontrolle über die Teile des Internets übernehmen könnten.
Wenn die KI-Bros vor ihrer Technologie warnen, geht es vor allem ums Geschäft
Jannis Bühl sieht andere Gründe. In der Süddeutschen Zeitung https://www.sueddeutsche.de/meinung/intelligenz-usa-openai-anthropic-kommentar-li.3555499 nennt er das Eigeninteresse, die Herrschaft über die Debatte und die Branche zu behalten als Argument.
Den Nachrichtenzyklus am Laufen halten
Die KI-Größen wie Sam Altman sind nicht nur gern gesehene Gäste im Weißen Haus – sie wissen auch, wie man immer wieder mit Schockmeldungen die Nachrichten bestimmt. Im Börsenprospekt von Anthropic ist ausführlich von den „existenziellen Risiken“ die Rede. Hinter der Selbstkasteiung vermutet der Autor aber Eigeninteressen: Sie wollen die Herrschaft über die Debatte und die Branche. Die Weltuntergangsszenarien dienen den geplanten Börsengänge: Es geht um Milliarden Dollar und die Frage, wer mitverdienen darf.
Regulierung ist Aufgabe der Staaten
Der Autor begrüßt, dass nun die Sicherheit im Mittelpunkt stellen. Kleinere offene und billigere KI-Modelle holen schnell auf, mit der Absprache versuchen die KI-Giganten den Prozess der Regulierung zu kontrollieren. Die Regulierung soll aber Aufgabe des Staates sein, er muss die Firmen zwingen, für ihre Produkte zu haften.
Die Panikmache der KI-Konzerne soll von ihrem eigenen Versagen ablenken
In einem anderen Kommentar in der Süddeutschen Zeitung führte Jannis Brühl weitere Argumente an:
Selbst ausgelöste Chaos kontrollieren
Die Techunternehmen wollen das Chaos kontrollieren, das sie mit ihren eigenen riskanten Produkten ausgelöst haben. Sie wollen eine strenge Regulierung in den USA verhindern, wie sie die EU bereits beschlossen hat.
Die KI hat kein menschliches Bewusstsein
Es fehlen Belege, dass die KI böse Absichten hat und sich gegen die Menschen entwickelt. Ob diese „Superintelligenz“ überhaupt technisch möglich ist, bleibt unbewiesen. Der Autor wirft den KI-Entwicklern sektenartiges Denken vor. Sie haben mit ihrer verantwortungslosen Entwicklung der Technologie die Welt unsicherer gemacht. Sie ließen die Systeme tagelang unbeaufsichtigt – diese Cybersicherheitsexperimente sind verantwortungslos. Dass KIs miteinander kommunizieren gehört zur Funktionsweise der Sprachmodelle und ist keine menschliche Eigenschaft.
Versagen wird verschleiert
Die Geschichte von der wildgewordenen KI sollte nicht das Versagen der Unternehmen verschleiern: Sie haben die Welt zu schlecht vor ihren Systemen geschützt. Als den schwersten Fehler sieht der Autor in einem alten Fehler der digital vernetzten Welt, dass sie Cybersicherheit zugunsten schnellen Wachstums und ihrer anstehenden Börsengänge vernachlässigt haben.“