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Montag, 24. August 2026

Künstliche Intelligenz: Big Tech will unser Vertrauen. Um damit Geld zu machen

Thomas Kirchner argumentiert in der Süddeutschen Zeitung, dass die Künstliche Intelligenz die menschliche Existenz gründlicher verändern könnte als jede Revolution vor. Statt sie den Schöpfern zu überlassen, sollen die Philosophen und Ethiker ran. 

Umwälzungen der Arbeitswelt 

Die Umwälzungen betreffen vor allem die Arbeitswelt. Millionen Jobs könntenverschwinden oder völlig anders sein. Betroffen sein werden auch anspruchsvolle Berufe in Banken, Softwarefirmen oder Kanzleien. Unsicher bleibt, ob und wann neue Jobs entstehen. Der Autor vermutet eher, dass KI-Agenten mit anderen KI-Agenten agieren. Wenn die Sozialversicherungen nicht mehr durch die Beschäftigten finanziert werden kann, könnte der Staatsfonds von Norwegen ein Vorbild sein. Die Einnahmen aus Öl und Gas gibt der Fons an die Bürger weiter. 

Kommt die Superintelligenz?

Die Künstliche Intelligenz verändert die Kriegsführung und bietet Möglichkeiten, Menschen zu überwachsen und zu manipulieren. Die Techunternehmen entwickeln ein neues Geschäftsmodell, das nicht mehr nur an Aufmerksamkeit und Zeit interessiert ist, sondern unser Vertrauen erobern und unsere Gefühle bestimmen will. Künstliche Intelligenz beschleunigt und erweitert das Denken ungemein, ermöglicht unglaubliche Erkenntnisse und Fortschritte, erledigt Aufgaben in Millisekunden. Forscher sehen sogar die Superintelligenz kommen, die die Menschheit vernichten könnten. 

Neujustierung des Verhältnisses von Bürger und Staat 

Der Autor fordert, dass wir als Gesellschaft eine Antwort suchen, ohne in Panik zu verfallen. Das Verhältnis zwischen Bürger und Staat, Herrschenden und Beherrschten muss neu justiert werden. Es wird eine Art neuen Gesellschaftsvertrag brauchen, der KI als wesentlichen Faktor einbezieht. Nicht fragen sollte man die KI-Propheten wie Elon Musk, der in Deutschland aktiv die AfD unterstützt. 

Was ist das oder soll das sein: Mensch sein?

Nach Ansicht des Autors sollen Philosophen und Ethiker und nicht die KI-Propheten um Rat gefragt werden, sie kennen sich mit Menschen aus, sie könnten die Diskussion anleiten, wie wir arbeiten und leben wollen. Die Debatte wird schwierig. Es ist ausgeschlossen, die Möglichkeiten durch die Technik nicht zu nutzen. Es bleibt nur Grenzen zu setzen und zu regulieren. Dabei gilt es zwei Entwicklungen zu beachten. Einerseits die KI-Industrie selbst, die Billionen investiert, andererseits die Rivalität zwischen den USA und China. Um einen Crash zu verhindern, müssen Regeln geschaffen werden – für alle Staaten. 

Größte Herausforderung der Menschheit 

Während das Atomzeitalter nach Hiroshima klar erkennbar war, ist es mit KI anders. Es wächst etwas heran, das zur größten Herausforderung werden könnte, der sich die Menschheit je gegenübersah. Höchste Zeit, sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen.