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Mittwoch, 30. September 2026

Warum fordern KI-Giganten eine Regulierung?

Führende KI-Unternehmen forderten eine Regulierung. Sie warnten, dass ihre eigenen Systeme unkontrollierbar und die Kontrolle über die Teile des Internets übernehmen könnten. 

Wenn die KI-Bros vor ihrer Technologie warnen, geht es vor allem ums Geschäft 

Jannis Bühl sieht andere Gründe. In der Süddeutschen Zeitung https://www.sueddeutsche.de/meinung/intelligenz-usa-openai-anthropic-kommentar-li.3555499 nennt er das Eigeninteresse, die Herrschaft über die Debatte und die Branche zu behalten als Argument.  

Den Nachrichtenzyklus am Laufen halten 

Die KI-Größen wie Sam Altman sind nicht nur gern gesehene Gäste im Weißen Haus – sie wissen auch, wie man immer wieder mit Schockmeldungen die Nachrichten bestimmt. Im Börsenprospekt von Anthropic ist ausführlich von den „existenziellen Risiken“ die Rede. Hinter der Selbstkasteiung vermutet der Autor aber Eigeninteressen: Sie wollen die Herrschaft über die Debatte und die Branche. Die Weltuntergangsszenarien dienen den geplanten Börsengänge: Es geht um Milliarden Dollar und die Frage, wer mitverdienen darf.

Regulierung ist Aufgabe der Staaten

Der Autor begrüßt, dass nun die Sicherheit im Mittelpunkt stellen. Kleinere offene und billigere KI-Modelle holen schnell auf, mit der Absprache versuchen die KI-Giganten den Prozess der Regulierung zu kontrollieren. Die Regulierung soll aber Aufgabe des Staates sein, er muss die Firmen zwingen, für ihre Produkte zu haften. 

Die Panikmache der KI-Konzerne soll von ihrem eigenen Versagen ablenken

In einem anderen Kommentar in der Süddeutschen Zeitung  führte Jannis Brühl weitere Argumente an: 

Selbst ausgelöste Chaos kontrollieren 

Die Techunternehmen wollen das Chaos kontrollieren, das sie mit ihren eigenen riskanten Produkten ausgelöst haben. Sie wollen eine strenge Regulierung in den USA verhindern, wie sie die EU bereits beschlossen hat. 

Die KI hat kein menschliches Bewusstsein

Es fehlen Belege, dass die KI böse Absichten hat und sich gegen die Menschen entwickelt. Ob diese „Superintelligenz“ überhaupt technisch möglich ist, bleibt unbewiesen. Der Autor wirft den KI-Entwicklern sektenartiges Denken vor. Sie haben mit ihrer verantwortungslosen Entwicklung der Technologie die Welt unsicherer gemacht. Sie ließen die Systeme tagelang unbeaufsichtigt – diese Cybersicherheitsexperimente sind verantwortungslos. Dass KIs miteinander kommunizieren gehört zur Funktionsweise der Sprachmodelle und ist keine menschliche Eigenschaft. 

Versagen wird verschleiert 

Die Geschichte von der wildgewordenen KI sollte nicht das Versagen der Unternehmen verschleiern: Sie haben die Welt zu schlecht vor ihren Systemen geschützt. Als den schwersten Fehler sieht der Autor in einem alten Fehler der digital vernetzten Welt, dass sie Cybersicherheit zugunsten schnellen Wachstums und ihrer anstehenden Börsengänge vernachlässigt haben.“

Mittwoch, 16. September 2026

KI-Entwicklung USA und China: Wettbewerb und Zusammenarbeit

Georg Scheu beschreibt in der Süddeutschen Zeitung die Konkurrenz wischen der USA und China bei der KI-Entwicklung. 

China ist nicht zu trauen 

Der Autor gibt Donald Trump bei einer Aussage recht: Die USA können die Entwicklung ihrer leistungsfähigsten KI nicht bremsen und darauf vertrauen, dass China dasselbe tut. China wird sich nicht in ihrem technologischen Aufstieg bremsen lassen. Peking hat weder Anlass noch Interesse an einer Selbstbeschränkung: KI steckt hier längst in Fabriken, Schulen, Krankenhäusern und Behörden. Zwar reguliert China die KI, z.B. durch Kontrolle der politsischen Linie, aber nach außen führt die Regierung keine Diskussion. 

Der Vorsprung der USA schwindet 

Noch haben die USA bei der KI-Entwicklung einen Vorsprung. Ein einseitiges Moratorium wäre ein Geschenk an Peking, denn der Abstand schwindet. Allerdings zielt der Vorschlag der KI-Unternehmen nur auf gemeinsame Sicherheitsstandards – erst am Ende würde ein Entwicklungsstopp stehen. Außerdem verlangen die Unternehmen schärfere Chipkontrollen, also kein Geschenk an China. 

China will beim Thema KI-Sicherheit mitbestimmen.

Die USA und China haben sich auf einen Kommunikationskanal für Zwischenfälle mit der KI vereinbart. China möchte bei der KI-Sicherheit mitreden. Für den Autor ist deshalb die größte GEfahrt nicht, dass Amerika bremst und China nicht. „Vielmehr liegt sie darin, dass Washington sich hinter China versteckt, um über Regeln gar nicht erst reden zu müssen.“