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Donnerstag, 26. März 2026

Wie wär’s mit Spritsparen?

Michael Bauchmüller hat angesichts der gestiegenen Energiepreise in der Süddeutschen Zeitung eine „ganz verrückte Idee: Wie wär’s mit Spritsparen?

Unwirksame Reaktionen auf die Ölkrise 

Nach dem Anstieg der Ölpreise gab es viele Ideen: die Regeln für Tankstellen werden verändert, Ölreserven werden freigegeben, über Steuersenkungen wird diskutiert. Schon beim Anstieg der Preise nach dem russischen Angriff 2022 gab es ähnliche Reaktionen. Es ist nicht damit zu rechnen, dass die Preise fallen, schon gar nicht kurzfristig. 

Über Sparen wird nicht geredet 

Während der Ölkrise in den Siebzigern verhängte die Regierung ein Tempolimit auf Autobahnen und Landstraßen sowie autofreie Sonntage. Übers Sparen redet heute niemand mehr: Mittlerweile aber ist Deutschland das einzige Land Europas, das seine freien Bürger ganz frei rasen lässt – mit entsprechend hohem Spritverbrauch. 

Klugheit des Einzelnen – der Regierung ist nicht zu trauen. 

Nur verlangt so ein Tempolimit mehr politischen Mut, als eine Koalition aufbringt, die dieser Tage sogar der deutschen Ölheizung noch eine zweite Luft geben will. Womöglich kommt die Koalition auch noch auf die Idee eines Tankrabatts, Gefordert sind also die Bürger, das Auto öfter stehen zu lassen und sich für lange Strecken mehr Zeit zu lassen.

Freitag, 10. Februar 2023

Bidens Subventionspaket nutzt dem Klima - und Europa

In der Süddeutschen Zeitung lobt Claus Hulverscheidt Bidens Subventionspaket – es nutzt dem Klima und Europa.

Vom Klimaschutzpaket profitieren alle 

Das Klimaschutzpaket von Joe Biden wurde aufgrund der geplanten Subventionen als Anschlag auf die Wettbewerbsfähigkeit kritisiert. Hulverscheidt widerspricht: Es ist der Beweis, dass die USA endlich ihrer Führungsrolle beim Klimaschutz gerecht wird. Zwar werden amerikanische Firmen bevorzugt, es ist aber auch im europäischen Interesse, wenn in Nordamerika starke, klimaneutral wirtschaftende Firmen entstehen, die sich gerade für die deutsche Industrie rasch als neue Kunden oder Lieferanten entpuppen könnten.

Anti-Populismus Programm 

Der Autor sieht in dem Programm auch ein Anti-Populismus-Programm: Hilft das Gesetz auch nur ansatzweise dabei, die Rückkehr des unseligen Donald Trump an die Macht zu verhindern, dann hat es gerade für die so exportabhängige Bundesrepublik seinen Zweck schon erfüllt.

Die EU braucht ein eigenes Paket zur Energie- und Industriewende

Die Europäische Union sollte ein eigenes Paket schüren – und mit den Amerikanern zusammenarbeiten, denn „mehr Klimaschutz, mehr ökonomische Unabhängigkeit von China und mehr volkswirtschaftliche Resilienz“ kann nur gemeinsam funktionieren.

Donnerstag, 9. September 2021

Klimakrise: Die Irrlehre von der teuren Ökowende

Susanne Götze räumt in SPIEGEL ONLINE mit einigen Behauptungen zur Klimawandel auf, die auch im Wahlkampf immer wieder kolportiert werden

Belächelte Klimabewegte

Klimaschützer als naiv darzustellen hat Tradition. Vor 20 Jahren wurde prognostiziert, dass durch einen Umstieg auf erneuerbare Energien die Lichter ausgehen würden. Auch heute warnen manche Experten vor Übertreibungen und behaupten, dass der weltweite Wohlstand nur mit Öl, Gast und Kohle zu halten ist. „Oftmals wurde diese Idee noch mit einer Prise Zweifel am menschengemachten Klimawandel garniert – oder zumindest mit einer Anti-Alarmismus-Rhetorik à la »Jetzt mal nicht überreagieren“.

Horrende Kosten für Umweltschäden

Die Kosten für den Wandel der Wirtschaft sind hoch, Arbeitsplätze werden verloren gehen. Die Autorin fragt aber zurecht: Doch wie viele Katastrophen pro Jahr kann sich der Staat langfristig »leisten«? Für wie viele Hitzesommer können Bauern und Waldbesitzer noch entschädigt werden?
Ein Forscherkonsortium schätzt die Kosten der Umweltschäden für Deutschland zwischen 13 und 19 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts. Das sind zwischen 455 Milliarden und 671 Milliarden Euro – jährlich.

Das Ende des Wachstums, wie wir es kennen

(Nicht nur) für die Autorin ist klar: Wir müssen umsteuern. Der Markt wird diesen Wandel nicht regeln. Sie kritisiert die Milliardenhilfen für fossile Energien: Der angeblich günstige Kohle- und Atomstrom wird direkt und indirekt mit Steuergeldern gepimpert, die alle Deutschen zahlen müssen (Atomendlager, Subvention Steinkohle). Und auch der Diesel und das Flugkerosin genießen weiterhin Steuervergünstigungen. Gleichzeitig wird der Klimaschutz als zu teuer gebrandmarkt. Ihre Schlussfolgerung: Die Lehre von der teuren »Ökowende« ist eine Irrlehre – gestreut von Klimaschutzbremsern.