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Mittwoch, 10. Juni 2026

Die Techmogule setzen auf Regime-Change

Hannah Pilarczyk warnt im SPIEGEL vor den Techmogulen, die den Staat umbauen oder sogar abschaffen wollen. 

Die politische Philosophie von Alexander Karp 

Palantir-Chef Karp ist einer der wichtigsten Techunternehmer. Auf Basis seines Buchs „The Technolgoical Republic“ hat er eine Liste mit 22 zentralen Punkten veröffentlicht. Sie zeigt die autoritäre Ideologie. 
Er möchte staatliche Institutionen in den Dienst von Unternehmen stellen. Der Staat als milliardenschwerer Auftraggeber bleibt erhalten und Techunternehmen wie Palantir mit lukrativen Aufgaben zu betrauen. Staat und Technunternehmen verschmelzen zu einer Einheit 

Vorreiter Elon Musk

Elon Musk hat es vorgemacht. Er hat ehemals staatliche Betätigungsfelder wie die Raumfahrt in den privatwirtschaftlichen Bereich gezogen. Mit seiner eigenen Behörde hat er eine als Einsparungsinitiative zur hemmungslosen Datenplünderung genützt. Auch Karp bezieht sich auf diesen Muskismus, in dem er für die Armee Software und Gewehre bauen will. 
Palantier ist Dauerauftragsnehmer der Regierung – jüngst kamen sie bei Einsätzen der Zoll- und Einwanderungsbehörde zum Einsatz. 

Erlaubnis von ganz oben

Vieles bleibt wirr. AN einer Stelle kritisiert Karp dass Beamte nicht als Prieser erachtet werden sollen, an anderer Stelle befürchtet er, dass zu viele talentierte Menschen aus dem Staatsdienst vertrieben werden. Dies ist kein Widerspruch, wenn man bedenkt, wie die Techbosse den Staat umbauen wollen. Musk hat die Autorisierung von Donald Trump und auch in Deutschland ist die Palantir-Software bereits im Einsatz. 

Weg zur Technologischen Republik Deutschland 

Eindringlich warnt der Autor vor einem Umbau Deutschlands hin zur Technologischen Republik Deutschland. „Das ist nichts weniger als ein Regime-Change – und sollte als solcher mit allen Mitteln bekämpft werden.“