Michael Bauchmüller hat angesichts der gestiegenen Energiepreise in der Süddeutschen Zeitung eine „ganz verrückte Idee: Wie wär’s mit Spritsparen?
Unwirksame Reaktionen auf die Ölkrise
Nach dem Anstieg der Ölpreise gab es viele Ideen: die Regeln für Tankstellen werden verändert, Ölreserven werden freigegeben, über Steuersenkungen wird diskutiert. Schon beim Anstieg der Preise nach dem russischen Angriff 2022 gab es ähnliche Reaktionen. Es ist nicht damit zu rechnen, dass die Preise fallen, schon gar nicht kurzfristig.
Über Sparen wird nicht geredet
Während der Ölkrise in den Siebzigern verhängte die Regierung ein Tempolimit auf Autobahnen und Landstraßen sowie autofreie Sonntage. Übers Sparen redet heute niemand mehr: Mittlerweile aber ist Deutschland das einzige Land Europas, das seine freien Bürger ganz frei rasen lässt – mit entsprechend hohem Spritverbrauch.
Klugheit des Einzelnen – der Regierung ist nicht zu trauen.
Nur verlangt so ein Tempolimit mehr politischen Mut, als eine Koalition aufbringt, die dieser Tage sogar der deutschen Ölheizung noch eine zweite Luft geben will. Womöglich kommt die Koalition auch noch auf die Idee eines Tankrabatts, Gefordert sind also die Bürger, das Auto öfter stehen zu lassen und sich für lange Strecken mehr Zeit zu lassen.